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| Mexico Aktiv |
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Gern
beraten wir Sie zu Ihrem Anschlusshotel an der Karibikküste. Mögen Sie
es gern gemütlich und relaxed oder möchten Sie zum Schluss, das
Nightlife der Karibik spüren, wir finden das Passende für Sie!

Die Tour enthält folgende Leistungen:

* 18 Übernachtungen im 3/4
* inkl. Frühstück laut Hotelliste, oder gleichwertig
* Überlandfahrten
* Eintrittspreise in den Sehenswürdigkeiten, die von der Gruppe besucht werden
* alle Flughafen - Hotel Transfers, wie im Programm beschrieben
* deutschsprachiger Reiseleiter während der Tour
* lokale Steuern

Unterbringung:

Mexico City: Marlowe
Puebla: Colonial
Oaxaca: Casa Conzatti
Chiapa de Corzo: La Ceiba
San Cristóbal de las Casas: Ciudad Real
Palenque: Villas Kin-Ha
Chicana: EcoVillage
Campeche: Plaza Campeche
Valladolid: Meson del Marques
Tulum: Sunscape oder Puerto Aventuras AI

Veranstalter: Fremdveranstalter |
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Doppelzimmer 1.867 € p.P.

Einzelzimmer 2.498 € p.P. |
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| Reisetermine: |
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1. Tag: Ankunft in Mexiko Stadt:
Ankunft in einer der interessantesten Großstädte
der Welt. Unser englisch- bzw. deutschsprachiger Vertreter oder Ihr
Reiseleiter empfängt Sie persönlich am Flughafen in Mexiko Stadt.
Transfer in Ihr Hotel im Zentrum der Stadt.
2. Tag: Mexiko Stadt:
Mexiko Stadt wartet auf uns und wir tauchen hinein in die
Millionenmetropole, die größte Stadt der Welt - Gewaltige Pyramiden,
verschwenderische Barockkirchen und mit etwas Glück der Blick auf den
schneebedeckten Popocatepetl. Genießen Sie die mexikanische
Momentaufnahme. Zunächst besuchen wir das berühmte Museo Nacional de
Antropologia. Vor dem Eingang des Museums erwartet uns der 165 Tonnen
schwere Monolith des Regengottes Tlaloc. Als diese Statue aus dem Osten
des Hochtals nach Mexiko-Stadt transportiert wurde, regnete es trotz
Trockenzeit in Strömen - ein Protest der Gottheit? Lassen Sie sich von
unserem Reiseleiter inspirieren und folgen Sie ihm auf den Spuren der
alten Völker. Nach dem Besuch des Museums erkunden wir das Centro
Historico. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie das bunte Treiben
der Märkte und Menschen, die uns so in ihren Bann ziehen. Glanz und
Elend liegen hier dicht beieinander - die ärmere Altstadt und schicke
Einkaufsdistrikte: spanisch, französisch, romantisch-modern. Wandern
Sie in eines der vielen Nebengässchen zu den Handwerksstätten dieser
Stadt, wo Schuhmacher ganze Straßenzüge beherrschen. Weiter geht es
nach San Angel mit seinen Künstlern und Kunsthandwerkern,
Kolonialhäusern und Blumenhecken, wohl einem der schönsten Stadtteile
von Mexico City.
Zum Abschluss des Tages erreichen wir die
schwimmenden Gärten von Xochimilco. Auf bunt geschmückten und bemalten
Booten (trajineras) gondeln Sie durch einige der weit verzweigten
Kanäle, die insgesamt über 150 Kilometer lang sind und einem Labyrinth
gleichen. Chinamperos nennt man die Leute von Xochimilco heute noch,
nach der einmaligen Anbaumethode ihrer Vorfahren: Schilfrohrflöße und
Korbgeflechte wurden mit fruchtbarem Schlamm und Wasserpflanzen bedeckt
und die Wurzeln wuchsen dann allmählich auf dem Seegrund fest; im Laufe
der Zeit bildeten sich auf diese Weise natürliche Inseln. An den
Rändern wurden Weiden angebaut. Die besondere Schlammdüngung und die
ständige Bewässerung ermöglichen ganzjährige Ernten – bis zu 7 Mal.
Erschöpft, aber um viele Erfahrungen und Impressionen reicher, kommen
wir schließlich wieder in unserem Hotel an.
3. Tag: Mexiko Stadt - Teotihuacan - Mexiko Stadt:
Wir
beginnen den Tag mit der Besichtigung der Basilica de Guadalupe. An der
Plaza de las Americas stehen die alte wie die neue Basilika an dem
Heiligtum Mexikos nebeneinander. Wir gehen hinüber zu der neuen
Basilika, einem modernen ovalen Rundbau. Sie kann 20.000 Gläubige
beherbergen und ist der bedeutendste Wallfahrtsort Lateinamerikas. Er
ist der Jungfrau von Guadalupe geweiht, eine der wichtigsten
Schutzheiligen Mexikos. Am 12. Dezember pilgern viele Tausend Gläubige
auf Knien über den Kirchenvorplatz zur Kirche - ein Zeichen der
Verehrung und Dankbarkeit. Der Umhang der Jungfrau ist in der neuen
Basilika zu besichtigen. 
Nach
diesem spirituellen Höhepunkt Mexikos verlassen wir die Stadt gen
Nordosten, um uns einem anderen Bauwerk zuzuwenden. In der von Bergen
umgebenen Hochebene tauchen die Pyramiden der Sonne und des Mondes wie
natürliche Anhöhen auf. Teotihuacan wurde 1988 von der UNO in die Liste
der besonders schützenswerten Kulturgüter aufgenommen. Sie war die
erste Stadt der „Neuen Welt“. Zwischen 250 v .Chr. und 700 n. Chr.
erbaut, wohnten zur Zeit ihrer Blüte etwa 125.000 bis 250.000 Menschen
in rund 2.300 Wohnkomplexen. Teotihuacan hatte ihren religiösen,
kulturellen und wirtschaftlichen Höhepunkt bereits zwischen 500 und 800
nach Christus. Der Einfluss der Erbauer von Teotihuacan reichte bis
nach Guatemala. Es handelte sich um eine blühende Handelsmetropole und
ein religiöses Zentrum. Aus bis heute unerfindlichen Gründen wurde die
Stadt niedergebrannt. Als die Azteken auf ihren Streifzügen um den
Texcoco-See die Siedlung entdeckten, fanden sie eine bereits seit
mehreren hundert Jahren verlassene Geisterstadt vor. Experten glauben,
dass die ursprünglichen Erbauer der Stadt vor 2.000 Jahren aus dem
Norden kamen. Ihre Kultur basierte auf der Verehrung des Regengottes.
Am Abend Rückkehr zum Hotel in Mexiko-Stadt.
4. Tag: Mexiko Stadt - Puebla:
Am
Morgen verlassen wir Mexiko Stadt Richtung Puebla. Die beiden Vulkane
Popocatépetl 5.452 m (rauchender Berg) und Ixtaccihuatl 5.230 m
(schlafende Frau) beeindrucken in der Ferne mit den einzig
neotropischen Gletschern Nordamerikas. Schließlich erreichen wir die
Umgebung des Vulkans La Malinche 4.461 m. Von dem Ort Malintzi aus
starten wir unsere erste Wanderung der Reise auf einer Höhe von 3.100
m. Entsprechend der Konstitution der Reisegruppe sowie der Wetterlage
wählen wir mit unserem lokalen Führer und unserem Reiseleiter die Route
aus. Durch den Ocote-Wald erreichen wir die offenen sandigen
Graslandschaften, die uns vereinzelt den Blick auf die Oberseite des
Berges freigeben. Die Luft ist in diesen Höhen dünner und daher bewegen
wir uns nur langsam vorwärts. Die fast alpinen Züge mit den
höchstgelegenen Pinienwäldern der Erde beeindrucken ebenso wie die
endemische Vulkan-Fauna und die Panorama-Ausblicke auf die Senken von
Huamantla und Apizanco.

In den weitläufigen Kiefernwäldern können wir
Kaninchen, Eichhörnchen und kleine Eidechsen beobachten. Unser lokaler
Führer kann unterschiedliche Heilkräuter ausdeuten und steht uns
während der Wanderung immer hilfreich zur Seite. Während der Wanderung
werden uns Trekking-Stöcke zur Verfügung gestellt, die bei dem Auf- und
Abstieg sehr angenehm sind. Auf der ca. 3-stündigen Wanderung
überbrücken wir bis zu 350 Höhenmeter. Schließlich erreichen wir wieder
unser Fahrzeug und fahren nach Puebla, wo wir unser Hotel für eine
Nacht beziehen. Entsprechend unserer Ankunftszeit erfolgt ein erster
Rundgang durch das Zentrum der wunderschönen Kolonialstadt.
5. Tag: Puebla - Oaxaca:
Freuen
Sie sich an der „kolonialen Perle“ Puebla. Die Architektur dieser Stadt
wird insbesondere durch die farbenprächtigen Talavera-Kacheln bestimmt,
die in der ganzen Region reizvoll Verwendung fanden und mit immer neuen
Designs auch heute noch begeistern. Viele der Häuserfassaden sind mit
diesen herrlichen Kacheln - ehemals kamen sie aus Spanien - gefliest.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten Pueblas liegen nicht weit entfernt vom
Zocalo und sind in kurzer Zeit zu Fuß zu erreichen. Schlendern wir über
die Plaza de la Constitución. Als eine der größten und schönsten Plätze
Mexikos ist sie von vielen Arkaden umgeben. Natürlich findet man auch
hier die Kathedrale der Stadt, mit deren Bau man bereits 1575 begann.
Ein Besuch empfiehlt sich, da die Kirche sehr eindrucksvoll im Stil des
mexikanischen Barocks ausgestattet ist. Bevor wir Puebla verlassen,
sollten Sie aber noch eine Spezialität der regionalen Küche getestet
haben. Von Nonnen vor unzähligen Dekaden zum bischöflichen Besuch
kreiert, ist die dickflüssige Schokoladensauce „mole poblano“ eine
Köstlichkeit aus unzähligen Gewürzen, Kräutern und ... Schokolade. Das
Originalrezept ist bis heute ein Geheimnis.
Über die Höhen der
Sierra erreichen wir am Nachmittag die Kolonialstadt Oaxaca. Hier
verbringen wir die nächsten Tage. Bei unserer Ankunft nehmen wir uns
Zeit für einen kurzen Rundgang, bevor der Tag im kolonialen Flair des
Hotels ausklingt.
6. Tag: Oaxaca - Monte Alban - Oaxaca:
„Oaxaca
- die Schönste in Mexiko“. Oft hört man diesen Satz und auch wir
glauben, dass es wohl kaum eine schönere Stadt in Nordamerika gibt.
Jetzt können Sie sich davon überzeugen, dass diese Stadt ein besonderes
Flair besitzt. Vorher besuchen wir jedoch den mächtigen Monte Alban.
Sie werden an diesem Morgen mit unter den ersten Besuchern sein. Der
Morgennebel hat sich noch nicht gelegt, und es liegt noch eine seltsam
anmutende Stille über diesem faszinierenden Ort. Kommen Sie mit in die
Welt der Zapoteken und Mixteken. Die
grandios auf einem künstlich abgeflachten Hügelrücken gelegenen Ruinen
sind von einem Kranz aus Terrassen, Häusern, Tempeln und Gräbern an den
Hängen des Berges umgeben. Hier lebte einst die einfache Bevölkerung.
Der gewaltige Tempelberg war mehr als 1.000 Jahre besiedelt, bevor er
um 900 von den Zapoteken aufgegeben wurde. In seiner Blütezeit (500-800
n. Chr.) soll das Zentrum ca. 50.000 Einwohner gezählt haben. Im 10.
Jh. eroberten die Mixteken Teile des Staates Oaxaca und den Monte
Alban. Die Aufgabe Monte Albans muss man wohl endlich in Verbindung mit
dem Eindringen der Mixteken sehen, deren Waffen die Mitglieder der
örtlichen Dynastie zum Opfer gefallen sind. Ohne ein abhängiges
Hinterland war ein Zentrum wie Monte Alban nicht mehr zu halten.
Jetzt
begeben wir uns in das Zentrum Oaxacas. Als erstes besuchen wir die
prachtvolle Kirche Santo Domingo sowie das Museo Regional de Oaxaca.
Erst im Jahre 1535 kamen die Dominikaner nach Oaxaca, und 1556 begannen
sie mit dem Bau eines großen Klosters mit der dazugehörigen Kirche. Die
mächtigen Wände und angesetzten Stützen machen den Kirchenbau trotz
seiner schweren Tonnendecke und des Kuppelaufsatzes nahezu
erdbebensicher. Das Kloster mit seinem herrlichen Treppenhaus, den
Spuren von Wandfresken und den Resten des großzügig überdachten
Brunnens im Innenhof beherbergt heute das Museum. Zu den sicherlich
beeindruckendsten Funden gehören die Goldarbeiten aus dem Grab 7
(1250-1480) von Monte Alban. Aus Halbkugeln zusammengesetzte Perlen,
Glöckchen, tropfenförmige Anhänger sowie kleine Blüten und Knospen aus
dem edlen Metall gehören zu den einfacheren Formen. Menschen- bzw.
Götterköpfe, teilweise in verlorener Form gegossen und mit filigran
aufgesetzten Details verziert, zählen zu den Meisterwerken der
mixtekischen Goldschmiedekunst. Aber nicht nur Edelmetall wurde hoch
geschätzt, sondern auch grünes Gesteinsmaterial als Symbol des Lebens;
aus Jadeit, Serpentin oder Türkis. Nachdem wir uns lange in den
Schatzkammern des Museums aufgehalten haben, schlendern wir durch die
wunderschönen und sehr romantisch angelegten Gassen und besuchen den
bunten Markt Mercado Juarez. Lassen Sie sich bezaubern von der
Farbenvielfalt dieser Stadt und ihren Menschen.
7. Tag: Oaxaca - Mitla - Oaxaca:
Zwischen
Mitla und Oaxaca befindet sich die beschauliche Gemeinde Santa María
del Tule. Im Zentrum der Ortschaft steht neben der kleinen Kirche ein
gewaltiger Ahuehuete-Baum, der im Laufe seiner ca. 2.000 Lebensjahre
einen Umfang von mehr als 59 m erreicht hat. Der selbstgemachte Likör
der Klosterfrauen ist sicherlich ein Geheimtipp – vielleicht genießen
Sie ja ein Glas davon am Zocalo von Oaxaca nach der Wanderung am
Nachmittag.
Von Tule aus fahren wir weiter zu der
archäologischen Stätte von Mitla. Die Bedeutung des „Ortes der Toten“
ist bis heute nicht geklärt und macht deutlich, wie viel Wissen sich im
Dunkel der Geschichte verliert. Die Gebäude wurden wohl vollständig von
den Zapoteken erbaut; insbesondere die Säulengruppe mit dem Patio de
las Grecas zählt zu den Höhepunkten der vorspanischen Architektur in
Mexiko. Mitla war Sitz „des großen Sehers“ und somit für viele Jahre
das religiöse Zentrum der Zapoteken. Heute besticht die Umgebung
Mitla’s mit den pittoresken Kleinmärkten, die insbesondere Webarbeiten
anbieten.
Von
Mitla aus fahren wir ca. 30 km gen Norden über Tuxtepec in die östliche
Sierra Madre im Norden des Bundesstaates Oaxaca. In La Cumbre
angekommen betreten wir das ökologische Reservat, das von einer
Kooperative aus Sta. María Ixtepeji geleitet wird. Unsere Begleiter
kommen aus den angrenzenden Gemeinden und kennen sich hervorragend mit
der heimischen Fauna und Flora aus – viele der Pflanzen werden als
homöopathische Hausmittel und als Naturmedizin schon seit vielen
hundert Jahren verwendet. Hier, auf einer Höhe von 2,900 Metern,
beginnt unsere Wanderung zum Pelado Chiquito. Zunächst geht es auf
einem schmalen Pfad durch dichte Kiefer- und Eichenwälder gen Westen.
Neben wilden Lilienarten, Bromelien und vielen unterschiedlichen
Kräutern ist hier auch die Heimat der endemischen Vogelarten Pajaro
Bandera und des Trogon Mexicano. Die Trogone verbringen den größten
Teils des Tages auf Bäumen und gehören zu den farbenprächtigsten Vögeln
überhaupt. Einige Arten der Trogone sind stark gefährdet durch die
Zerstörung ihres Lebensraumes. So unter anderem der Quetzal, der
Nationalvogel von Guatemala. Je mehr wir an Höhe gewinnen, umso mehr
lichtet sich der Wald, bis wir schließlich einen freien Blick auf die
umliegenden Berggipfel und Täler der Sierra Madre Oriental genießen
können. Bei gutem Wetter kann man sogar den Pico de Orizaba sehen, den
höchsten Berg Mexikos mit 5610 m. Nach ca. 3 Stunden erreichen wir
schließlich den Aussichtspunkt des Pelado Chiquito’s auf einer Höhe von
3,400 Metern.
Wer nicht so gut zu Fuss ist, fährt von La Cumbre
aus noch 3,5 km in das Reservat hinein und beginnt hier eine weniger
anstrengende und steile Wanderung zu dem kleinen Ranchhotel der
Kooperative. Diese Wanderung geht nur über ca. 400 Höhenmeter und ca. 3
km Länge, führt aber auch durch die Wälder des nördlichen Oaxacas. Ein
Begleiter aus Sta. María Ixtepeji steht uns auch hier wieder mit Rat
und Tat jederzeit zur Seite.
Schließlich treffen sich beide Gruppen
wieder am kleinen Hotel Las Cabañas und gemeinsam fahren wir zurück zu
dem Eingang des Reservates, wo ein Abendessen auf uns und unsere
Reiseführer wartet. Auf der Speisekarte steht einfaches, aber sehr
gutes Essen – Suppen, Kaffee, Kakao, Burritos und leckere Quesadillas.
Um viele Eindrücke reicher verlassen wir das Reservat gegen 18 Uhr und
fahren zurück in das Tal von Oaxaca. Am späten Nachmittag kehren wir
zurück nach Oaxaca und können uns am Zocalo oder in unserem Hotel von
den Erlebnissen des Tages erholen.
8. Tag: Oaxaca - Chiapa de Corzo:
Wir
verabschieden uns von Oaxaca und fahren in den Bundesstaat Chiapas.
Auch wenn unsere längste Tagesetappe vor uns liegt, so ist die Fahrt
doch faszinierend, so dass keine Langeweile aufkommt. Landschaftlich
gehört Chiapas zu den schönsten Bundesstaaten Mexikos. Die Sierra Madre
del Sur begrüßt uns farbenfroh. Bunte Wildblumen überraschen uns am
Wegrand mit ihrer üppigen Pracht. Langsam ändert sich das Klima und die
Umgebung wechselt ins Subtropische. Schließlich erreichen wir Chiapa de
Corzo - eine der ältesten spanischen Niederlassungen in Chiapas.
Bereits im Jahre 1528 von Diego de Mazariegos gegründet, begrüßt uns
die Stadt heute mit ihrer geruhsamen Atmosphäre sowie ihren
interessanten Kolonialbauten. Nach unserer Ankunft im Hotel lassen wir
den Tag ruhig ausklingen und spazieren in der milden Abendluft über die
Plaza.
9. Tag: Chiapa de Corzo - San Cristóbal de las Casas:
Am
heutigen Morgen starten wir zu einer Bootsfahrt durch den berühmten
Sumidero Canyon. Unsere Fahrt führt durch die tief eingeschnittene
Schlucht des Rio Grijalva. Mit seinen steilen, bis zu 1.000 m in die
Höhe ragenden Wänden werden wir an Nordische Fjorde erinnert. Hohe
Wasserfälle mit üppig überwuchernden Farnen und Moosen überraschen
durch ihre Vielfalt. Tropische Vegetation und exotische Tiere wie
Mini-Alligatoren, Tukane, Pelikane und Reiher leben im Sumidero
Nationalpark. Nach diesem eindrucksvollen Ausflug kehren wir zur
Anlegestelle zurück und fahren durch das Bergland Chiapas’ nach San
Christobal de las Casas. Auf einer Höhe von 2.783 m liegend, wartet
dort ein angenehm kühles Klima auf uns. Auch diese Stadt wurde im März
1528 mit dem Namen Chiapa de Espanoles gegründet. Seit 1844 trägt sie
im Gedenken an den bedeutenden Pater Bartolome de Las Casas ihren
heutigen Namen.
10. Tag: San Cristóbal de las Casas - San Cristóbal de las Casas:
Wir
beginnen den heutigen Tag mit einer kleinen Stadtbesichtigung. Der
Zocalo ist - wie so oft in Mexiko - Mittelpunkt der Altstadt. Noch bis
zum Beginn unseres Jahrhunderts diente er als Markt und bildet heute
mit seinen Bäumen den ruhenden Pol der Innenstadt. Überragt wird er von
der Kathedrale, deren Grundstein bereits mit der Stadtgründung 1528
gelegt wurde. Westlich der Plaza steht der Palacio Municipal mit seiner
weißen Fassade, dessen Innenräume im Januar 1994 während des Aufstandes
der Zapatisten von der Freiheitsarmee besetzt wurden. Weiter
besichtigen wir das schönste Bauwerk San Christobals, die Kirche
Iglesia del Convento Santo Domingo.
Im
Anschluss an die Stadtbesichtigung erkunden wir das nahe Umland von San
Cristóbal de las Casas auf zwei einfachen, aber malerischen
Wanderungen. Zunächst besuchen Sie einen kleinen Naturpark mit
weitgehend erhaltenem Regenwald – auf einer kurzen Wanderung lernen Sie
hier die Fauna und Flora der Chiapas-Region näher kennen. Anschließend
fahren wir weiter zum Tal von Zinacantan in der Bergwelt der Sierra
Madre, das durch seine Kunsthandwerker und die dort lebenden
Chiapas-Indiginas bekannt ist. Die Region ist sehr fruchtbar und führt
uns auf einer ca. 2-stündigen Wanderung entlang an unterschiedlichen
Feldern mit Gewürzen, Zitrus-Pflanzen, Blumen und Kürbisgewächsen zum
Zentrum der kleinen Ortschaft Zinacantan. Der Höhenunterschied während
der insgesamt ca. 3-stündigen Wanderungen beträgt ungefähr 150 m. Der
Rest des Tages steht zum Bummeln in San Cristóbal zur freien Verfügung.
11. Tag: San Cristóbal de las Casas - Palenque:
So,
nun heißt es „Auf nach Palenque“. Die wohl schönste Ruinenstadt der
Maya liegt inmitten des tropischen Urwaldes von Chiapas und wartet auf
uns mit all ihren Abenteuern und sagenhaften Erzählungen. Auf dem Weg
nach Palenque fahren wir durch den tropischen Regenwald mit seinen
Schlingpflanzen und wilden Orchideen durch die Berge nach Agua Azul.
Kleine beschauliche Dörfer säumen die Wegstrecke und die hier lebenden
Menschen bieten ihre Waren zum Verkauf an: Bunte, reich bestickte
Blusen, Kürbisse, gewürzte Maiskolben, tropische Süßfrüchte,
Kochbananen, von der Sonne getrocknete Kaffeebohnen und vieles mehr. In
Agua Azul angekommen, führt uns ein schmaler Pfad über Brücken und
Stege hinauf in eine bezaubernde Landschaft entlang der unzähligen
Wasserkaskaden. Mit etwas Glück begegnet uns der blaue Morpho-Falter,
einer der größten Schmetterlinge Mexikos. Ankunft in Palenque am Abend.
12. Tag: Palenque:
Der
heutige Tagesausflug bringt uns in den faszinierenden Selva de
Lacandona (Regenwald der Lakandonen). Zunächst fahren wir im Konvoi zur
Ruinenstätte von Bonampak, die wir als Erstes besichtigen. Über
Jahrzehnte war Bonampak nur mit einem kleinen Flugzeug zu erreichen;
die Piste am Rande der Anlage ist heute noch in Betrieb. Inzwischen
gelangt man auch über eine gut ausgebaute Landstraße zu den Ruinen. Für
die Lakandonen - die Männer tragen traditionell weiße lange Hemden und
lange Haare - bringt die touristische Erschließung Vorteile, weil sie
in die örtlichen Reiseprojekte eingebunden und beteiligt werden. Sie
passen sich der Entwicklung an, laufen aber gleichzeitig Gefahr, ihre
jahrhundertealte Kultur mit ihren Traditionen und Bräuchen zu
verlieren. Bonampak ist schon wegen der Wandmalereien im so genannten
"Tempel der Bilder" faszinierend. Die drei Räume des Tempels sind
vollständig bemalt. Sie zeigen Szenen aus der klassischen Maya-Periode
und sind thematisch gegliedert. So sind zum Beispiel Würdenträger bei
einer Zeremonie zu sehen, aber auch Kampfszenen und die Opferung eines
Gefangenen sowie die Vorbereitung eines Festes. Eine Rekonstruktion des
Tempels und Reproduktionen der Bilder - von der deutschstämmigen
Malerin und Schülerin von Frida Kahlo, Rina Lazo, die auch die Bilder
im Tempel restauriert hat - sind im Nationalen Anthropologischen Museum
in Mexiko-Stadt zu besichtigen. Die wesentlichen Gebäude der Anlage
(Grupo Frey) stehen im Norden auf einem Hügel mit künstlichen
Terrassen. Im Süden liegt die Akropolis, im Westen die kleine Gruppe
"Grupo Quemado".
Weiter geht die Fahrt in Richtung Frontera
Corazal. Unser Ziel ist Yaxchilán, das am Usumacinta-Flusses mitten im
Urwald direkt an der Grenze zu Guatemala liegt. Nach ca. einer Stunde
Bootsfahrt erreichen wir schließlich die Ruinenstätte. Yaxchilán, die
"Stadt der grünen Steine", wie sie auch genannt wird, gehört zu den
faszinierendsten archäologischen Stätten in der Maya-Welt. Während
ihrer Blütezeit im achten Jahrhundert unserer Zeitrechnung beherrschte
sie nicht nur Palenque, sondern auch Tikal in Guatemala und Copán in
Honduras. Sie erstreckt sich 1,5 Kilometer am Flusslauf entlang über
hohe Hügel weit ins Landesinnere hinein. Heute ist nur noch ein kleiner
Teil zu sehen. Berühmt ist die Stadt wegen ihrer Stelen, Reliefs und
Skulpturen. Die Große Akropolis erhebt sich auf einer schwer zu
besteigenden Anhöhe. Dazu gehört der Palast des Königs. Erst 1974 wurde
die Hieroglyphentreppe mit 13 Paneelen entdeckt, von denen elf
Ballspielszenen zeigen. Noch weiter aufwärts gelangt man zu einer
weiteren Reihe von Bauten, die einst über eine große Freitreppe mit
einer 100 Meter tiefer liegenden Plattform verbunden waren. Über den
mit Türbalken verzierten Eingängen befinden sich Nischen, in denen
einst Steinfiguren saßen. Erschöpft, aber um viele Erlebnisse und
Einblicke reicher, kehren wir am Abend zurück in unser Hotel nach
Palenque.
13. Tag: Palenque - Chicana:
Mit
dem Besuch von Palenque erwartet uns ein ganz besonderes Erlebnis. Am
Morgen verlassen wir das Hotel und fahren über Eichen bestandene Hügel
dem undurchdringlichen Dschungel entgegen. Je weiter wir kommen, umso
geheimnisvoller wirkt die Landschaft. Schließlich erreichen wir den
dichten Urwald und die schönste Ruinenstadt Mexikos liegt vor uns.
Um
300 v. Chr. gegründet, stand Palenque im 7. und 8. Jh. n. Chr. in
seiner vollen Blüte. Alle heute noch zu sehenden Gebäude stammen aus
dieser Periode. Somit war Palenque eine der ersten Stätten der
klassischen Mayaperiode, die aus unerklärlichen Gründen aufgegeben
wurde. Bevor der legendäre, jedoch historisch beweisbare König Pacal
über Palenque regierte, war der Ort nur eine kleine unbedeutende
Kultstätte. Erst Pacal (Schutzschild) und sein Sohn und Nachfolger
Chan-Bahlum (Jaguar-Schlange) verschafften der Stadt eine herausragende
politische und wirtschaftliche Position.
Der „Tempel der
Inschriften“ beeindruckt mit mehr als 620 Hieroglyphen und erzählt uns
die Geschichte Pacals von seiner Thronbesteigung im Jahre 615 nach
Christus. Fast 70 Jahre lenkte der mit 12 Jahren Gekrönte die Geschicke
Palenques. Die Entdeckung seines Grabes in einem ihm zu Ehren
errichteten Tempel war eine wahre Sensation. 1949 fand Alberto Ruz
L`Huiller heraus, dass die Wände des Tempels der Inschriften weiter in
den Boden hineinreichten als er zunächst vermutet hatte. In einer
Steinplatte waren künstlich angebrachte Löcher zu finden, mit denen man
die Platte entfernen konnte. L`Huiller stand vor einem verschütteten,
abwärts führenden Treppengang. Nach schwierigen Aufräumarbeiten wurde
1952 der 5 Tonnen schwere Steindeckel von Pacals Sarkophag gehoben.
Wunderschöne kunstvolle Dekorationen am Sarkophag erzählen von Pacals
Weg in die Unterwelt. Im Innern des Sarges befand sich das mit Jade
geschmückte Skelett Pacals. Lassen wir uns weiter verzaubern von den
Geschichten der Herrscher und ihren Bauten. Sei es der große Palast mit
seinem hohen Turm, dem Observatorium, oder dem südöstlichen Teil
inklusive der Dampfbäder, Bänke und Schlafstätten. Danach führen wir
Sie wenige Schritte in den Dschungel hinein und zeigen Ihnen die
Grabstätte von Pacals Frau - Ahpo-Hel.
Weiterfahrt via
Escárcega nach Xpuhil. Unweit von Chicana liegt die Mayastätte Xpuhil
mit den drei 18 m hohen Pyramidentürmen im typischen Río-Bec-Stil. Die
archäologische Zone von Xpuhil wurde nach einem nahe gelegenen
natürlichen Wasserreservoir benannt und entwickelte sich ab 400 v. Chr.
zu einer bedeutenden Siedlung, die in der spätklassischen Periode ihren
Höhepunkt fand. Nach einer kurzen Besichtigung der Ruinen lassen wir
den Tag in unserem Hotel ruhig ausklingen.
14. Tag: Chicana:
Die
alte Maya-Stadt Calakmul im Südosten des Bundesstaates Campeche liegt
im gleichnamigen Bioreservat an der Grenze zu Guatemala und ist einfach
spektakulär. Schon am frühen Morgen brechen wir auf, um auf einer Fahrt
durch die urwüchsige Regenwaldkulisse die Ruinen zu besuchen. Der Weg
lohnt sich! Überwuchert vom Urwald, haben die meisten Ruinen der
archäologischen Stätte ihre Geheimnisse noch nicht preisgegeben.
Brüllaffen, Tukane, Papageien und viele andere Tierarten verzaubern den
Besucher mit Ihrem exotischen Konzert. In Calakmul befindet man sich
bereits im so genannten Petén, also dem eigentlichen Ursprungsland der
Mayas. Die Ruinenstätte liegt inmitten eines der beiden großen
Naturreservate Yucatáns, der Calakmul Biosphere Reserve. Im Jahre 1931
durch den Amerikaner Cyrus Lundell entdeckt, findet man in Calakmul auf
über 100 km² fast 6.500 Strukturen, von denen man ausgeht, dass sie
über eine Periode von über 1.000 Jahren erbaut wurden. Die meisten der
Gebäude kann man der Früh- bzw. der Spätklassik zuordnen, nur wenige
von ihnen sind restauriert worden. Wir werden eine oder mehrere der
Pyramiden besteigen, um von hier aus den herrlichen Rundblick
über das mitten im Urwald gelegene Areal zu genießen.
Quasi
durchgängige historische Charakteristik von Calakmul waren die stetigen
Auseinandersetzungen mit dem knapp 90 km entfernten Tikal im heutigen
Guatemala. Führend in seiner Rolle war Calakmul in den Jahren zwischen
250 und 690 n.Chr., bekannt als Königreich des Schlangenkopfes. König
Garra de Jaguar verlor schließlich nach langen auch inneren Zwiespalten
den Krieg gegen Tikal und der Abstieg Calakmuls war beschlossen. Zwei
weitere Dinge zeichnen Calakmul ganz besonders aus: Zum einen die
sieben in Stein gemeißelten Häftlinge, die sich in stolzer Haltung dem
Besucher zeigen, zum anderen die schier einmalige Anzahl an Stelen, die
sich so in wohl keiner anderen Maya-Stätte wiederfinden lassen. Die
Angaben über die Anzahl der leider oft schon stark erodierten Stelen
schwanken zwischen 100 und 120. Nachdem wir die Ruinenstadt ausführlich
erwandert haben, kehren wir am Abend für eine zweite Übernachtung
zurück nach Chicana.
15. Tag: Chicana - Campeche:
Unser
erstes Tagesziel heute sind die Ruinen von Edzna. Erstmals wurden 1927
die Reste zahlloser Steinbauten und Tausender kleiner Hausplattformen
entdeckt, was auf eine riesige stadtartige Ansiedlung schließen lässt.
Das Areal gilt heute als die bedeutendste architektonische
Hinterlassenschaft der Maya im Südwesten von Yucatan, die einst das
Gelände durch ein ausgeklügeltes System von verzweigten Kanälen be- und
entwässert haben. Auf einer kleinen Erkundunswanderung erarbeiten wir
uns das Terrain – Edzna liegt auf dem erhöhten Nordrand einer weiten
Talsenke, die in Urzeiten wassergefüllt und sumpfig war. Schließlich
erklimmen wir das bemerkenswerteste Bauwerk, "das Gebäude der Fünf
Stockwerke" (Templo de los cinco Pisos), mit einem grandiosen Blick auf
die umliegende Strauch- und Baumlandschaft Yucatáns.
Am
Nachmittag erreichen wir Campeche. Der Spanier Hernandez de Cordoba
setzte als erster Europäer im Jahre 1517 seinen Fuß in die bereits
existierende Maya-Stadt mit dem Namen „Platz der Schlangen und Zecken“.
Einige Jahre später ging hier Hernán Cortés an Land. 1540 wurde das
heutige Campeche von den Spaniern gegründet. Schnell entwickelte sich
eine blühende, aufstrebende Hafenstadt. Bis in das Jahr 1717 wurde die
Stadt immer wieder von Piraten überfallen und auf das Schrecklichste
verwüstet. Die häufigen Attacken veranlassten schließlich die spanische
Krone, Campeche als erste Stadt Nueva Espanias mit einer wehrhaften
Mauer und zahlreichen Bastionen zu umgeben. Heute zählt diese Baluarte
- wie sie von den Mexikanern genannt wird - zu den wichtigsten
Sehenswürdigkeiten und wird auch von uns bei einem kleinen Rundgang
besucht. Innerhalb dieses Gürtels liegen die schönsten und liebevoll
restaurierten Kolonialgebäude Campeches. Wir besichtigen die Kathedrale
La Concepción und überqueren das Herz der Stadt - den kleinen Zocalo
Parque Principal. Langsam schlendern wir durch die kleinen Gässchen und
lassen uns zurückversetzen in die Zeit der spanischen Eroberer.
16. Tag: Campeche - Uxmal - Valladolid:
Wir
fahren weiter nach Uxmal. Hier tauchen wir bei einer Wanderung durch
die Ausgrabungsstätte in die Geschichte der spätklassischen Maya-Epoche
ein. Die Puuc-Architektur kommt zum Tragen und präsentiert eine der
schönsten und interessantesten Ruinenanlagen der Welt. Schon
Catherwood wusste um die Bedeutung Uxmals und hat uns mit seinen
Zeichnungen von 1841 viele wertvolle Informationen hinterlassen.
Der
Name Uxmal steht für „die dreimal Erbaute“. Ungefähr 600 - 950 n. Chr.
entstanden, konnte die Bedeutung vieler Bauten bis heute noch nicht vollständig entschlüsselt werden. Auch hier hat sich die Ruinenanlage
über verschiedene Bauphasen entwickelt und beeindruckte ihre Bewohner
mit wunderschön verzierten Fassaden, riesigen Terrassen und Plätzen,
Säulen und Torbögen. Sicher sind sich die Forscher allerdings, dass
Chac - der Regengott der Maya - als Herrscher dieser Siedlung verehrt
wurde. Dennoch gibt es deutliche Anzeichen eines zentralmexikanischen
Einflusses. Die Mosaiktechnik, der Einsatz der Säulenarchitektur sowie
die Anwesenheit der gefiederten Schlange, die in der Maya-Sprache
Kukulkan heißt, sprechen für einen intensiven Kontakt zu den Kulturen
im Norden.
Anschließend geht es weiter in die koloniale
Hauptstadt von Yucatán - Mérida. 1542 in der Nähe der
Maya-Siedlung T`Ho von dem Spanier Francisco de Montejo gegründet, ist
Mérida bis zum heutigen Tag ein wirtschaftliches und kulturelles
Zentrum Yucatáns geblieben. Die architektonischen Zeugen des
wirtschaftlichen Aufschwungs, der zunächst durch die Ausbeutung der
Landbevölkerung und den Sisalexport nach Europa möglich wurde, gehören
zu den ältesten Bauwerken der Stadt. Neben der riesigen Kathedrale,
1598 fertig gestellt und die größte Yucatáns, ist der Bischofssitz, der
Palacio Municipal und die Casa de Montejo - das Wohnhaus des
Stadtgründers mit seinem figurengeschmückten Portal - zu erwähnen.
Mérida beeindruckt mit kolonialem Charme, engen Straßen und
romantischen Pferdedroschken. Überall in der Stadt ist der Einfluss
Spaniens und Frankreichs spürbar. So diente zum Beispiel die
Champs-Elysees als Vorbild für den Boulevard Paseo de Montejo.
Schließlich
verlassen wir Merida und erreichen am späten Abend unser Hotel in
Valladolid, in der Nähe der berühmten Kultstätte von Chichen Itza.
17. Tag: Valladolid - Chichén Itzá - Valladolid:
Am
Morgen kurze Fahrt nach Chichén Itzá zur Besichtigung der
archäologischen Zone. Die durch den Einfluss der Tolteken aus
Zentralmexiko weiter entwickelte Kultur der Maya kommt in Chichen-Itza
in ihrem ganzen Glanz zum Ausdruck. Man könnte alleine in dieser
Ruinenanlage mehrere Tage verbringen. Von den vielen verschütteten und
vom Urwald überwucherten Bauwerken sind bis heute knapp 30 freigelegt
und restauriert worden. Die frühesten stammen aus der Blütezeit der
Klassischen Periode um 600 n. Chr., doch die meisten Gebäude wurden von
den Tolteken errichtet und erweitert.
Vor unserem geistigen Auge
zieht eine festlich geschmückte Prozession vorbei. Bunte Bänder
flattern im seichten Wind, ein regelmäßiger Trommelschlag hallt bis
hoch hinauf auf die Spitze des Tempels. Dort oben steht der
Hohepriester, um mit seiner Zeremonie zu beginnen – für Chac Mool, den
Regengott.
El Castillo, das beeindruckendste Gebäude mit einer Höhe
von 30 m, schenkt uns einen herrlichen Blick weit über die Anlage
hinaus bis zum Horizont. Weiter geht es zum größten Ballspielplatz in
Yucatán. Danach spazieren wir im Schatten der Bäume zum Opferbrunnen
und fragen uns, wie all die Schätze aus Jade, Kupfer und Gold
Jahrhunderte lang unentdeckt in der Tiefe schlummern konnten? „El
Caracol“ erinnert uns an ein Schneckenhaus und wurde bereits 1842 von
dem Forscher Frederick Catherwood entdeckt und gezeichnet. Das
Observatorium diente den Maya unter anderem zur Beobachtung der Venus
und ihrer Bahn. Sie glaubten, dass die Venus das Reich der Unterwelt
durchläuft, wenn sie abends vom Himmel verschwindet. Dort könne sie
dann vielleicht mit dem Bösen der Unterwelt in Berührung kommen. So
lebten sie in ständiger Angst, dass eines Tages der Morgenstern nicht
wieder aufgehen würde.
Chichén Itzá ist um 2 große Cenoten
erbaut. Die Cenote im Süden befriedigte die Wasserbedürfnisse der
Gemeinschaft. Die im Norden war nicht zugänglich, da senkrechte Wände
keinen Zugang zum Wasser boten. Diese fast kreisrunde, natürliche
Höhlung im Kalksteinboden hat einen Durchmesser von ungefähr 60 m und
ist über 40 m tief - ein außergewöhnliches Naturphänomen - und ist etwa
bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Von ihr bezog Chichén Itzá auch
seinen heutigen Namen "Mund am Brunnen der Itzá". Sie war den
Opferungen vorbehalten und somit ein heiliger Ort.
Am
Nachmittag verlassen wir die archäologische Zone und fahren zu einer
anderen nah gelegenen Cenote – hier können wir ein erfrischendes
Bad nehmen oder einfach nur in der subtropischen Umgebung des
Yucatekischen Urwaldes entspannen. Cenoten sind schachtartige
Kalksteinlöcher, die durch den Einsturz von Höhlen entstanden und mit
Süßwasser gefüllt sind. Der Begriff stammt von den Maya der
mexikanischen Halbinsel Yucatán, wo es mehr als 3000 Cenoten gibt.
Cenoten entstehen in Karstgebieten. Durch die Auflösung des
Kalkgesteins bilden sich Höhlen und unterirdische Wasserläufe. Brechen
die Decken dieser Höhlen ein, kommt es zur Entstehung von
Einsturzdolinen, die bis zum Grundwasser reichen, oder sich mit
Regenwasser füllen können. Heute ist bekannt, dass viele der Cenoten
auf Yucatán mit dem vermutlich größten zusammenhängenden Höhlensystem
der Welt in Verbindung stehen, das sich unter dem Boden der Halbinsel
über eine Gesamtlänge von 133 Kilometern erstreckt. Die Gesamtlänge
aller Höhlensysteme ist jedoch sehr viel größer.
Daher betrachteten die Maya sie nicht zu Unrecht
als Eingänge zur Unterwelt und nutzten sie als religiöse Opferstätten.
Man nimmt an, dass dieses Höhlensystem, das zum größten Teil unter
Wasser steht, der Grund für die Entwicklung der Maya-Zivilisation
besonders im nordwestlichen Teil von Yucatán war. Die Maya nutzten die
Cenoten als Brunnen, sie dienten damit der Wasserversorgung, die in
nahezu allen anderen Hochkulturen durch große überirdische Flüsse
erfolgte, wie Nil, Euphrat oder Ganges. Deswegen bezeichnen einige
Forscher das Höhlensystem auch als „großen Strom der Maya“. Auch die
trotz langanhaltender Dürreperioden dichte Bewaldung von Yucatán wird
auf die unterirdische Speisung aus den Höhlen zurückgeführt. Während
der Regenzeit fließen die Wassermassen in die unterirdischen Höhlen ab.
Das Süßwasser des Regens lagert sich dann innerhalb der Höhlengänge auf
dem Salzwasser ab, so dass beides nebeneinander existiert sich aber
nicht vermischt. Die Cenotes bilden während der Trockenzeit in Yucatán
oft die einzigen Wasserstellen und sind dementsprechend von einer
vielfältigen Fauna bewohnt. Im Nordwesten der Halbinsel Yucatán folgen
die wasserführenden Schichten und damit die Höhlen den durch den
Einschlag des Chicxulub-Meteoriten verursachten Brüchen und
Verwerfungen. Der damit verbundene halbkreisförmige Ring von Cenotes
bildet den ansonsten längst verschütteten Kraterrand auch heute noch
eindrucksvoll nach.
18. Tag: Valladolid - Playa del Carmen:
Jetzt
heißt es Abschied nehmen von Valladolid. Wir fahren schließlich
Richtung Karibikküste und sagen „Bienvenidos“ - Herzlich Willkommen am
Ende des Regenbogens. So nannten die Maya dieses herrliche Fleckchen
Erde, eines der schönsten tropischen Paradiese ganz Amerikas.

Unser
letzter Ausflug bringt uns zu der Maya Felsenfestung von Tulum, direkt
an dem türkisblauen Wasser der Karibik gelegen. Auf einer kurzen
Wanderung erkunden wir die faszinierende Maya-Stadt. Tulum bedeutet
„Mauer“ oder „Festung“ und ist auf eine die ganze Anlage umspannende
Mauer zurückzuführen. Die Stadt hatte ursprünglich eine Ausdehnung von
vielen Kilometern, geblieben ist jedoch nur der Tempelbezirk mit dem
Palast, der bei der Ankunft der Spanier noch besiedelt war. Weitere
Häuser sind der Templo del dio Descente und der Templo de los Frescos,
spanisch benannte Gebäude, deren ursprünglicher Name leider nicht mehr
bekannt ist. Auch wenn Tulum in seiner Bedeutung hinter die von uns
besichtigten Ruinenanlagen zurücktreten muss – das Zusammenspiel der
Ruinen mit dem weißen Sand und dem türkisfarbenen Wasser ist
wunderschön.
Ankunft in Playa del Carmen am späten Nachmittag.
In dem vergnügten Touristenort verbringen wir unsere letzte Nacht –
entweder ruhig entspannt an den nahen Stränden oder in der Gruppe bei
einer letzen Margarita.
19. Tag: Playa del Carmen - Ende der Reise:
Entsprechend
Ihrer Reiseplanung bringen wir Sie zum Flughafen nach Cancún oder Sie
treten Ihren individuellen Verlängerungsaufenthalt an der Karibikküste
an. Ende einer erlebnisreichen Reise. |
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